Hätten Sie gerne eine Vermögensübersicht ?

Wissen aber nicht, wie Sie das einfach und trotzdem richtig hinbekommen ?

Lösung kommt, lesen Sie gerne die folgenden Punkte mit.

1)
Sie benötige Zahlen

Ich will noch einmal den Sinn einer Vermögensübersicht herausarbeiten.
Eine Vermögensübersicht gibt Ihnen Überblick und Klarheit.
Und damit haben Sie eine Entscheidungsunterlage,
mit der Sie Ihr Vermögen führen und schützen.
Mit der Sie entscheiden, ob Sie etwas schenken, wie Sie Ihr Testament gestalten oder wie sich Ihr Vermögen im Laufe der Zeit entwickelt und ob hieraus Schlüsse gezogen werden können/müssen.

Ein Vermögensordner ist Ihre Vermögensbiographie.
Er sollte Ihr Lieblingsort sein, wenn Sie an Ihr Vermögen denken.
Hier haben Sie alles im Griff
(Wortspiel, ich weiß, und trotzdem so wahr !)
Im Griff haben und begreifen haben übrigens den gleichen logischen Stamm.

Im Vermögensordner verwahren Sie Originale, Verträge, wichtige Dokumente und alles Persönliche.

Für Ihre Vermögensübersicht benötigen Sie also einzig und allein Zahlen.

Wo Sie diese Zahlen aufwandsarm und vernünftig besorgen, klären wir jetzt.

2)
Ein Blatt Papier

Natürlich geht heutzutage auch eine Excel-Liste.

Jetzt machen Sie drei senkrechte Striche, die Spalten.
Die erste Spalte benennt Ihren Vermögensgegenstand.
Die zweite Spalte nimmt den aktuellen Wert auf.
(Ich habe nichts dagegen, wenn Sie hier großzügig runden, Hauptsache ist nämlich, dass Sie beginnen.
Die dritte Spalte ist eine Exzellenzspalte.
Für die Vermögensübersicht sind die Angaben nicht notwendig, für Überblick und Kontrolle sind sie aber sehr wichtig.
Was für Angaben das sind ?
Ah ja, zum einen stellen Sie fest, ob für diesen Vermögensposten Vollmachten vergeben sind, an wen also und ob Sie auch über den Tod hinaus gelten.
Zweitens, auch sehr wichtig, denken Sie an Schenkungen unter Nießbrauchsvorbehalt.

Und dann kommen die Zeilen.
Jedes Konto, jede Lebens- und Rentenversicherung, jedes Depot, jede Kanzlei- und Unternehmensbeteiligung, jedes Darlehen und jede Immobilie führen Sie jetzt Stück für Stück auf.

Bis hierhin machen Sie alles aus dem Kopf.
(Wissen Sie was ?
Sie sind jetzt bestimmt meinem Mantra Das-Wichtigste-Zuerst gefolgt).

Und schon haben sie eine erste, bereits sehr brauchbare, Ausfertigung Ihrer Vermögensübersicht.

3)
Und jetzt verfeinern Sie

Vorher ungefähr 70 – 80 % erreicht, jetzt kommt das Polieren auf 95 %.

Für jedes Konto haben Sie eine Auswertung.
Mit einem Stand, einer Zahl.
Entweder als Guthaben oder auch als Schuld.

Sie finden diese Zahlen in Papieren.
Oder Sie schauen in Online-Banking und notieren sich die aktuellen Zahlen.

Manchmal hilft auch ein Blick in die eigene Steuererklärung.
Hier sind schon einmal die meisten Kapitalanlagen und gewiss auch sämtliche Immobilien erfasst.

Die Bewertung von Immobilien und Unternehmensbeteiligungen sind jeweils ein Sonderthema und kommt jetzt:

4)
Wieviel sind Ihre Immobilien wert ?

o richtig wissen Sie das erst, wenn Sie Ihre Immobilie verkauft haben.
Und selbst dann steht dieser Preis unter den zufälligen Schwankungen von Angebot und Nachfrage.

Mit anderen Worten.
Sie treffen den aktuellen Wert nie genau.
Insofern müssen Sie damit leben, dass diese Zahl ungenau ist.
Was wiederum nicht schlimm ist, denn mit 80 % bis 90 % Treffergenauigkeit können Sie sehr gute Ergebnisse erzielen.

Damit Sie nicht nebulös schätzen, gebe ich Ihnen zwei bessere Möglichkeiten an die Hand:

Zum einen könnten Sie einen Makler nach einer groben Einschätzung bitten
(und vielleicht auch ein bisschen was dafür zahlen).
Oder Sie fragen Ihr Ortsgericht, günstiger aber sehr schematisch.

Oder Sie gehen nach plausiblen Schätzungen vor.

Hinsichtlich Grund und Boden können Sie auf die Bodenrichtwerte zurückgreifen.
Diese sind eigentlich immer gut verfügbar.

Und bei der Bewertung der Immobilie greifen Sie begründbare Multiplikatoren zurück.

5)
Die Bewertung Ihrer Kanzlei oder Praxis oder Ihres Unternehmens

Das ist der schwierigste Teil.

Denn hier kommt es darauf an, ob es genügend oder überhaupt Nachfrage für Ihr Unternehmen gibt.
Denn, was nützt Ihnen der theoretisch richtige Wert, wenn trotzdem niemand kaufen will.

Dass das tatsächlich so ist, beweisen Ihnen die vielen Unternehmen, insbesondere Arzt- und Zahnarztpraxen, die trotz teilweiser sehr guter Gewinne keinen Nachfolger finden, der Ihnen ihr Unternehmen adäquat vergütet.

Also gilt auch hier, dass Sie schätzen müssen.

Damit Sie vernünftig schätzen können, müssen Sie diejenigen fragen,
die tagtäglich damit zu tun haben.
Wer das ist ?
Praxis- und Kanzleivermittler sowie seriöse Unternehmensverkaufsberater.
Menschen mit mehr Marktkenntnis gibt es nicht.
Sie müssen ja nicht gleich Maklerverträge unterschreiben, sondern nur um erste Einschätzungen bitten.
Das sind übrigens sehr erhellende Gespräche und Augenöffner.

Wenn Sie dann einmal in sich gehen und bewusst Wunschträume ausblenden, kommen Sie schon zu brauchbaren Zahlen für Ihre Vermögensübersicht.

6)
Der Turbo-Verbesserer:
Lassen Sie die Banken die Zahlen liefern – und nehmen die Vollmachten gleich mit

Diejenigen, für die es ein Klacks ist, Ihnen die perfekten Zahlen zu liefern, sind die, die Ihr Geld verwahren.
Also Ihre Bank, Depotverwaltung und Versicherungsgesellschaften.

Nutzen Sie mein dafür entwickeltes Formular, brauchen Sie nur zu lesen und zu unterschreiben und dann Ihre Bank weiterzuleiten.

Diese sendet Ihnen (!) -bitte nicht mir oder jemand Anderem direkt- Ihre Zahlen zu.

Voilà, einfach und elegant und Sie haben einen guten Teil Ihrer Zahlen zusammen.

Und, jetzt das i-Tüpfelchen.
Mit dem Formular lassen Sie die Banken auch mitteilen, wer für welches Konto und Depot Vollmacht hat (wenn überhaupt jemand Vollmacht hat) sowie bei Versicherungsverträgen Begünstigter ist.
Und ob die Vollmachten über den Tod hinausgehen.
Das hat man nämlich meistens nicht im Kopf.

6) Die eine Frage, die Sie vor Perfektionismus schützt

Wenn Sie merken, dass Sie wieder anfangen zu sammeln, stoppen Sie kurz und fragen Sie sich: Brauche ich das wirklich für die Vermögensübersicht – oder beruhigt es nur meinen inneren Perfektionisten? Wenn es nur beruhigt, lassen Sie es weg. Sie wollen Klarheit, nicht Beschäftigung.

Eine Vermögensübersicht passt auf 1–2 Seiten. Wenn Sie daraus ein Sammelwerk machen, verlieren Sie den Überblick, und genau das wollten Sie ja vermeiden.

7) Und wenn Sie es ganz einfach wollen: Sie geben es ab

Vielleicht sagen Sie sich an dieser Stelle: „Ich verstehe das alles, aber ich will mich trotzdem nicht selbst darum kümmern.“ Fair. Sie müssen nicht der Mensch sein, der sich durch Banken, Depots und Darlehensportale wühlt, nur damit am Ende ein paar Zahlen sauber nebeneinander stehen.

Dann delegieren Sie das. Und zwar so, wie Sie auch eine Steuererklärung delegieren: Sie liefern Material, jemand anderes macht daraus ein Ergebnis, das Sie sofort nutzen können.

Wie läuft das praktisch? Sie fotografieren die Unterlagen, die Sie ohnehin in der Hand haben – Bankpost, Depotübersichten, Darlehensstände, Versicherungsstände, Immobilienunterlagen, was eben da ist. Keine Perfektion. Keine Scanner-Orgie. Handyfotos reichen, auch wenn sie nicht schön sind. Hauptsache, man kann die Zahlen erkennen.

Und weil das nicht per E-Mail verschickt wird, sondern sauber und geschützt, nutzen Sie dafür eine geschützte Upload-Möglichkeit. Dann haben Sie zwei Vorteile gleichzeitig: Sie kommen schnell zu Ihrer Vermögensübersicht, und Sie behalten das gute Gefühl, dass sensible Unterlagen nicht irgendwo herumfliegen.

Am Ende ist es dann wirklich einfach: Sie liefern Fotos. Ich mache daraus Ihre Vermögensübersicht. Und Sie haben Klarheit – ohne Sucherei.

(4) Immobilien in der Vermögensübersicht: Sie brauchen 5 Angaben
(11) Reicht das Vermögen für Notfall und Pflegefall ? Eine Vermögensübersicht gibt Sicherheit.

Martin Arlt

Martin Arlt ist Steuer- sowie Vermögensberater mit über 20 Jahren Berufserfahrung. Er hilft Menschen, ihre finanziellen Ziele zu realisieren – und dies Meilenstein für Meilenstein.

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