Fehler 1:
Durch Perfektionismus verderben Sie Ihren Notfallordner

Kennen Sie das auch:
Wenn schon, dann richtig ?

Das ist aber nicht gut.
Im Falle eines Notfallordners sogar schädlich.

Perfekt machen heißt dann nämlich, möglichst viel zu erledigen.
So, dass das Ergebnis sehr gut ist.
Das ist der eigene Anspruch eines Perfektionisten.

Ein Notfallordner hat aber, wenn er richtig gemacht ist, nur einen Zweck:

Mit ihm sollen Ihre Notfallverantwortlichen den NOTFALL BEHERRSCHEN !!!

Und was macht der Perfektionist ?
Versicherungen, Kontoauszüge, Kopien, Listen, alte Briefe, noch ein Register, noch ein Zettel.
Am Ende hat er einen dicken Ordner.
Sieht für ihn gut aus.
Er kennt ja jedes Dokument.

Aber im Ernstfall muss jemand anderes für den Perfektionisten handeln.
Und mit einem überperfekten Ordner überfordert er seine Notfallverantwortlichen.
Was sollen sie mit Ihren Informationen anfangen ?
Sind die für die ersten Stunden ?
Sind sie überhaupt notfallrelevant ?

Fehlervermeidung:
Also, noch einmal, weil es so wichtig ist:
Konzentration auf das Wichtigste gewinnt.
Halten Sie den Notfallordner klein:
Notfallblatt + Vollmachten + Patientenverfügung + ggf. Bankvollmacht für ein Notfallkonto.

Mehr nicht.

Und doch das Entscheidende, mit dem Sie den Notfall beherrschbar machen.

Fehler 2:
Sie packen Vermögensinformationen in Ihren Notfallordner

Das ist erstens, siehe Fehler 1, mindestens unnötig.
Außerdem ist es riskant.

Sobald Vermögensinformationen im Notfallordner stehen,
können zwei Sachen passieren:
Der Notfallordner wird sehr gut versteckt, damit ihn kein Unberufener findet.
Oder er kommt falsche Hände.

Es ist ja nicht so schlimm, wenn Ihre Haushaltshilfe oder ein Handwerker oder ein Freund oder Verwandter „zufällig“ sieht, dass Sie eine Patientenverfügung oder eine Vorsorgevollmacht haben.

Ganz anders ist es, wenn derjenige Ihr Testament liest.
Oder sich Ihre Vermögensübersicht anschaut.

Was Sie stattdessen tun:
Im Notfallordner steht zum Vermögen ?
Nichts (!).

Dafür gibt es den Vermögensordner.

Fehler 3:
Sie haben keinen Haupt-Notfallverantwortlichen ausgewählt

Wenn Sie wollen, dass etwas schiefgeht,
verteilen Sie die Verantwortung auf viele Schultern.
Im Zweifel fühlt sich nämlich niemand verantwortlich.

Wenn sich niemand verantwortlich fühlt, gibt es Parallelabsprachen, Hektik, Streit und Stillstand.

Was Sie stattdessen tun:
Sie bestimmen eine Person als Hauptverantwortlichen.
Diese Person führt durch Ihren Notfall.
Und entscheidet.

Für den Fall der Fälle bestimmen Sie eine zweite Person,
wenn die erste Person ausfällt.
Und sicherheitshalber eine dritte, falls die erste und zweite ausfallen.


Fehler 4:
Sie verstecken Ihren Notfallordner
(und informieren Ihre Notfallverantwortlichen nicht über den Ort)

Haben Sie Angst, dass jemand Ihren Notfallordner in die Hände bekommt und ihn liest ?

Und deshalb verstecken ihn sehr gut.
Im Safe, Bankschließfach, abschließbarem Regal, im Schrank im Keller.
Sicherheitshalber sagen Sie niemanden davon.

Das klingt sicher.
Und gut.

Ist es aber nicht, wenn die richtigen Personen zum richtigen Zeitpunkt nicht zum Notfallordner gelangen.

Was Sie stattdessen tun:
Halten Sie den Ordner schmal.
Keine Vermögensinformationen, kein Hinweis auf Ihr Testament, einfach nichts,
was nicht in die Notfallsituation gehört.

Dann müssen sie ihn auch nicht verstecken.
Denn wenn jemand sieht, dass Sie eine Patientenverfügung oder eine Vorsorgevollmacht haben: so what ? Das ist nichts Geheimes.

Und wenn Sie doch, zumindest ein bisschen, verstecken wollen, dann informieren Sie Ihre Notfallverantwortlichen, wohin Sie den Notfallordner getan haben.
Und machen Sie diesen Ort für die Vertrauenspersonen erreichbar.
Außerdem, bitte, ändern Sie diesen Ort nachträglich nicht !
Zumindest nicht ohne erneute Information.


Fehler 5:
Sie haben kein Notfallblatt oder ein zu langes

Wenn Sie wollen, dass im Notfall nichts wie von Ihnen gewünscht läuft,
dann schreiben Sie in Ihren Ordner doch Ihr halbes Leben.
Oder Sie verzichten auf ein Notfallblatt.

Denn, beides verwirrt Ihre Notfallverantwortlichen.
Im schlimmsten Fall sorgen Sie damit sogar für Handlungsunfähigkeit.

Was Sie stattdessen tun:
Das Notfallblatt ist eine Seite.
Sie benennen Zuständigkeit, verweisen auf die drei entscheidenden Dokumente und fügen ein paar persönliche Sätze ein.


Fehler 6:
Sie machen (zu viele) Kopien

Erhalten Sie durch viele Ausfertigungen Ihres Notfallordners mehr Sicherheit ?
Wenn Sie so diszipliniert sind, immer alle Versionen zu aktualisieren, na gut.

Aber das ist wie mit dem Fahrtenbuch bei Selbstständigen.
Viel zu viel Detailaufwand.
Funktioniert in der Praxis erfahrener Maßen nicht

Tatsächlich entsteht sogar das Gegenteil:
Irgendwann liegen veraltete Versionen herum.
Und im Ernstfall findet jemand diese falsche Information.

Was Sie stattdessen tun:
Lieber ein eindeutig benannter Platz.
Maximal noch eine Kopie, dann aber genau auf gleiche Version und gleiches Datum achten.

Fehler 7:
Niemand wird informiert

Sie haben alles vorbereitet.
Ihr Roter Ordner ist fertig.

Und nun trauen Sie sich nicht.
Denn, wenn Sie jetzt Ihre Notfallbeauftragten informieren und bitten,
Ihnen in einem Notfall zu helfen, dann ist das schon ein großer Schritt.
Und so viel Verantwortung, überlasten Sie denjenigen nicht ?

Gute Punkte.
Kann ich verstehen.

Jetzt stellen Sie sich aber bitte vor, dass Sie von einem lieben Menschen gefragt werden,
ob Sie seine Vertrauensperson sein wollen.
Ich glaube, Sie würden sich etwas Zeit nehmen und dann „Ja“ sagen.
Weil so etwas einerseits ein Vertrauensbeweis an Sie ist
und Sie andererseits einer geschätzten Person einen Liebesdienst leisten dürfen.

Und genauso geht es dem Menschen, den Sie fragen.

Was Sie stattdessen tun:
Sagen Sie Ihrer Vertrauensperson:
Ich vertraue Dir voll und ganz.
Ich habe den Roten Ordner für Dich vorbereitet.
Darin findest Du alles, was Du brauchst, inclusive meiner Anweisungen.

Fehler 8:
Sie werden nie fertig

Kenne ich:
Sie sammeln, Sie optimieren, Sie verschieben.
Und dann dauert es, dies und das fällt Ihnen noch ein.

Und im Laufe der Zeit ?
Haben Sie immer noch keinen Notfallschutz.

Was Sie stattdessen tun:
Wenn Sie mit meinem Vermögensordner arbeiten,
werden Sie immer auf die Regelung der Notfallsituation hingewiesen.
Ein Arlt`scher Vermögensordner funktioniert systematisch nach dem Das-Wichtigste-Zuerst-Prinzip.
Deshalb befindet sich der Notfallbereich direkt vorne im Ordner.

Durch dieses immer wieder Hinweisen und dadurch,
dass der Notfallordner auf seine Kernfunktion (Nur-Das-Wichtigste) konzentriert wurde, steigt die Erfolgswahrscheinlichkeit enorm, dass auch Sie für den Notfall vorbereitet und so geschützt wie möglich sind.

Notfallordner: Checkliste
Notfallordner: Damit Ihre Familie ihn sofort handlungsfähig ist

Martin Arlt

Martin Arlt ist Steuer- sowie Vermögensberater mit über 20 Jahren Berufserfahrung. Er hilft Menschen, ihre finanziellen Ziele zu realisieren – und dies Meilenstein für Meilenstein.

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