Eine Vermögensübersicht ist eigentlich ein sehr logisches Produkt.
Und doch kann man eine Menge falsch machen.

Damit Ihnen das nicht passiert, kommen hier die sieben Klassiker-Fehler,
wie ich sie immer wieder sehe.
Und ich zeige Ihnen, was Sie stattdessen tun sollten.

Einmal gesehen und verstanden sind diese Dinge eigentlich klar.
Aber nur, wenn Sie darüber mindestens einmal nachgedacht haben.


Fehler 1:
Sie blasen die Vermögensübersicht auf

Kennen Sie das auch: Wenn schon, dann richtig ?
Genau diese Haltung ist bei der Vermögensübersicht Gift, weil sie mit zu vielen kleinen Schritten den Faden verlieren und irgendwann müde sind, bevor überhaupt ein Ergebnis da ist.

Was Sie stattdessen tun:
Akzeptieren Sie, dass 90 % Genauigkeit völlig ausreichen.


Fehler 2:
Sie sammeln nur Unterlagen

Eine Vermögensübersicht soll Ihnen Überblick und Übersicht geben.
Sie soll Ihre wichtigen Entscheidungen trefflich vorbereiten.
Und sie soll, bei längerer Anwendung, Ihr Vermögen im Zeitablauf widerspiegeln.

Was bedarf es dann dafür, dass diese Ziele erreicht ?
Es bedarf hier, wie meistens bei mir, einer Reduktion auf das Wesentliche.

Wenn Sie sich auf das Wichtigste beschränken,
steigt die Wahrscheinlichkeit enorm,
dass Sie in sehr schneller Zeit eine tolle Ausfertigung haben.

Die Konzentration gipfelt in der Darstellung Ihres Vermögens auf einer Seite.

Das ist eine Vermögensübersicht.

Die wichtigsten Dokumente sollen Sie natürlich schon beisammen haben.
Aber in Ihrem Vermögensordner.
Hier wird es ausführlicher (aber immer noch konzentriert !)
und hier ist der Platz für jährliche Auswertungen, für Bank- und Depotinformationen und für die Originale.

Was Sie also tun:
Sie arbeiten nur mit Zahlen.
Einzig und allein aus Zahlen entsteht Ihre Vermögensübersicht !


Fehler 3:
Sie verzetteln sich im Klein-Klein

Warum ?
Weil der kleine Perfektionist in Ihnen sich meldet.

Den Perfektionisten benötigen Sie aber gar nicht.

Sie müssen nicht alles aufnehmen und bewerten.
Es ist doch egal, ob das Porzellanservice 200 oder 2.000 EUR wert ist.
Auch beim Schmuck und Hausrat bin ich äußerst großzügig.
Schätzen Sie hier einfach.
Eine richtige Zahl gibt es sowieso nicht.

Was Sie also tun sollen:
Bei Autos, Gold, sehr wertvollem Schmuck fängt es an, interessant zu werden.
Und klar, alle Konten, Depots, Darlehen, Lebens- und Rentenversicherungen sowie Immobilien gehören natürlich aufgenommen.


Fehler 4:
Aus Unsicherheit, falsch zu schätzen, geben Sie manche Werte gar nicht an

„Ich weiß es nicht genau, also lasse ich es lieber weg.“

Das ist keine gute Idee.
Weglassen verdirbt eine Vermögensaufstellung natürlich völlig.

Gerade bei Immobilien oder Beteiligungen sind Sie sich wahrscheinlich nicht sicher.
trauen sich viele nicht, eine Größenordnung aufzuschreiben, weil es ja „nicht exakt“ ist. Und dann fehlt ausgerechnet der Teil, der das Gesamtbild am stärksten prägt.

Was Sie stattdessen tun:
Sie schreiben eine konservative Größenordnung auf.
Fragen Sie doch einmal einen Makler.
Oder Ihren Berufsverband, Ihre Kammer.
Zumindest eine Größenordnung sollten Sie so hinbekommen.

Auch hier gilt, dass es eine richtige Zahl nicht gibt.
(Diese ergibt sich erst bei einem Verkauf und unterliegt auch dann Zufälligkeiten und dem Momentum).


Fehler 5:
Sie vergessen die Schulden

Jeder schaut gern auf das, was er hat.

Manchmal ist ein Vermögensposten aber gegenfinanziert.
Darf er ja auch sein, das ist üblich.

Was Sie stattdessen tun:
Sie schreiben Schulden genauso auf wie Vermögensposten.
Erst dadurch haben Sie tatsächlich Klarheit.


Fehler 6:
Sie aktualisieren nicht, obwohl es erhebliche Änderungen gibt

Es gibt im Laufe der Zeit zwei Möglichkeiten.
Entweder sind Sie ärmer geworden oder Sie sind reicher geworden.

Wie Sie ärmer werden ?
Geht schon, im Regelfall aber nur, wenn Sie Ihr Vermögen (teilweise) verschenken.
Um beispielsweise lebzeitig Schenkungsteuerfreibeträge auszunutzen.

Wie Sie reicher werden ?
Durch Wertsteigerungen auf den Konten und bei den Immobilien.
Durch Abbau von Schulden.
Durch erhaltene Erbschaften und Schenkungen.

Die Vermögensübersicht ist, wenn sie regelmäßig erstellt wird,
ein wesentlicher Teil Ihrer Vermögensbiographie.

Ich weiß, wie zufrieden/stolz man sich fühlt,
wenn man die Entwicklung eigenen Vermögens im Zeitablauf sieht.

Also, meine Empfehlung:
Ich würde bei etwa 10 % gefühlter Gesamtvermögensdifferenz wieder eine Vermögensübersicht erstellen.

Was Sie stattdessen tun: Sie geben Ihrer Vermögensübersicht einen Stichtag und eine leichte Update-Logik. Einmal im Jahr, oder nach einem großen Ereignis, machen Sie eine Fortschreibung – nicht als Großprojekt, sondern als kurze Runde. Und dann sehen Sie etwas, das viele unterschätzen: eine Zeitreihe macht stolz, weil sie Entwicklung sichtbar macht!

Fehler Nr. 7)
Sie delegieren nicht

Gehören Sie zu den Menschen, die ihre Winter- und Sommerreifen selber wechseln ?
Und den „kleinen Check“ ebenfalls selbst durchführen.

Machen Sie Handwerkerarbeiten vorzugsweise selbst ?

Und Ihre Steuererklärung oder Ihren Jahresabschluss ?

Wenn Sie diese Fragen mit „Nein“ beantwortet haben,
dann könnte es für Sie interessant sein zu wissen, dass ich diese Dienstleistung anbiete
=> Link auf Verkaufsseite der Arlt`schen Vermögensübersicht


(5) Geld sparen mit der Vermögensübersicht
(3) Warum es in einem sehr guten Restaurant immer sehr gute Saucen gibt.

Martin Arlt

Martin Arlt ist Steuer- sowie Vermögensberater mit über 20 Jahren Berufserfahrung. Er hilft Menschen, ihre finanziellen Ziele zu realisieren – und dies Meilenstein für Meilenstein.

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